1990 - 2000

Chronik der »Lyra« 1990 – 2000


Die Jahre 90 bis 93 waren Jahre, in denen sich der Musikverein sehr stark karnevalistisch engagierte.

 

So bildete die Lyra mit Prinz Klaus, Bauer Heinz und Jungfrau Stefanie 1990 das erste Höfener Dreigestirn. 1991/92 regierte Prinzessin Sandra, die dann 1993 von einem weiteren Dreigestirn aus den Reihen des Musikvereins abgelöst wurde. Dies waren Prinz Bernhard, Bauer Peter und Jungfrau Edelgard. Entsprechend groß war auch die Anzahl der Auftritte des gesamten Musikvereins in diesen Karnevalssessionen. Als Lohn für den großen karnevalistischen Einsatz erhielt man 1993 den Perlbachorden, der gerne mit dem Orden „Wider den tierischen Ernst“ verglichen wird. Im Jubiläumsjahr 1995 herrschte Prinzessin Dorothée über das närrische Höfener Volk, ebenfalls ein aktives Lyra-Mitglied.

Im April 1991 fuhr man zum Landesmusikfest nach Geseke, wo erstmals an einem Wertungsspiel teilgenommen wurde. Die Lyra erreichte in der Unterstufe einen ersten Rang mit Belobigung. Um die gute Freundschaft zu benachbarten Musikvereinen aufrecht zu erhalten, bemüht sich der Musikverein, regelmäßig an deren Musikfesten teilzunehmen. Die beliebtesten Veranstaltungen bei solchen Festen sind die Sternmärsche.

 

So war es auch 1991 in Monschau, wo man nach mehreren Stationen mit viel Beifall im Festzelt an der Glashütte empfangen wurde. Auf den Tischen stehend bedankte sich die Lyra für den herzlichen Empfang mit der Borsiczka-Polka.

Den zweiten Vereinsausflug machte die aktive Kapelle 1992. Das Ziel war die Pfalz. Auf dem Programm stand in diesen Tagen ein Hüttenabend, eine Rundfahrt durch die Pfalz, viel Zeit zur freien Verfügung und als Abschluss ein Konzert im Kurpark von Annweiler. 1992 war auch das Jahr, in dem eine alte Tradition wieder aufgenommen wurde. Erstmals seit langen Jahren wurde der Kirmesknochen unter Mitwirkung des Musikvereins wieder ausgegraben. Neben den erwähnten karnevalistischen Aktivitäten wirkte der Musikverein 1993 neben den wöchentlichen Proben bei über 60 Veranstaltungen aus dem kirchlichen und weltlichen Leben mit. Stichprobenartig zu erwähnen ist das Mitfastenkonzert von Kirchenchor und Lyra, Musikwoche in Monschau, Bezirksschützenfest in Höfen sowie die „Lebende Krippe“ auf der Burg Monschau.

Angespornt durch den Erfolg in Geseke, nahm man am 23. April 1994 beim Landesmusikfest in Erkelenz, erneut an einem Wertungsspiel teil. Auf den erreichten ersten Rang in der Mittelstufe, konnte die Lyra mit Recht sehr stolz sein. Als Ausgleich zu den zahlreichen Verpflichtungen der letzten Zeit, unternahm man im August 94 einen Vereinsausflug nach Wertheim am Main. Das in unserem Verein schon immer bestehende Motto „Gemeinsam, alt und jung“, wurde hier in beispielhafter Weise praktiziert. Im Jahr 1994 gründete der Musikverein mit weiteren sieben Höfener Ortsvereinen die Vereinsgemeinschaft Höfen GbR, um örtliche und überörtliche Feste in der neu errichteten Vereinshalle feiern zu können.

100-jähriges Bestehen

Im Jahre 1995 konnte die »Lyra« ihr 100jähriges Bestehen feiern. In diesem Jubiläumsjahr setzte sich der Verein aus 66 aktiven und 294 inaktiven Mitgliedern zusammen. Anlässlich dieses großen Festes präsentierte die »Lyra« der Öffentlichkeit ihre neue rote Uniform. Am 14.05.95 erhielt die Lyra in Werl/Westfalen aus den Händen des Kultusministers von Nordrhein-Westfalen, Herrn Schwier die Pro-Musica-Plakette von Bundespräsidenten Roman Herzog für besondere Verdienste um die Pflege der instrumentalen Musik. Am 17.05.95 eröffnete die »Lyra« hierzu in der Geschäftsstelle der Sparkasse in Höfen die Ausstellung „100 Jahre Lyra Höfen“ mit einem Platzkonzert.

Vom 24. bis 28. Mai 1995 feierte man dann das 100jährige Bestehen, in einem eigens dafür aufgebauten 1000 m²-Zelt. Aus diesem Anlass fand mittwochs ein großer Volksmusikabend statt. Hierzu hatte man die vom Fernsehen bekannte Blaskapelle Conny Dellner und seine Musikanten verpflichtet.

 


Donnerstags wurden eine Disco und freitags ein Sternmarsch durch Höfen durchgeführt. Ein bunter Festabend stand am Samstag auf dem Programm. Dabei überreichte der Schirmherr, Landrat Meulenbergh nochmals symbolisch die Pro-Musika-Plakette. Die Musiker Bernhard Jakobs, Erich Braun, Erwin Mießen, Karl-Heinz Lennartz und Heinz Kerkmann wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Höhepunkt der Feierlichkeiten war dann der Sonntag, an dem die »Lyra« das Kreismusikfest des Kreises Aachen mit 40 am Festzug teilnehmenden Vereinen ausrichtete. Es war eines der größten Feste, was die »Lyra« jemals ausrichtete.

 

Um Heinz Kerkmann zum Ehrenvorsitzenden und Karl-Heinz Lennartz zum Ehrendirigenten zu ernennen, veranstaltete man am 26.04.96 einen Lyra-Abend in der voll besetzten Höfener Vereinshalle. Zudem erhielten die beiden vom Volksmusikerbund die Verdienstmedaille in Gold bzw. die Dirigentennadel in Gold.

Bei der alljährlichen Musikwanderung hatte man sich etwas neues einfallen lassen und organisierte diese zum ersten Mal gemeinsam mit den Freunden der Höfener Feuerwehr. Dies ist auch heute noch so. Die Aktiven und einige Inaktiven unternahmen im August einen weiteren Vereinsausflug, diesmal nach Cochem an die Mosel. Für alle 80 Teilnehmer war das einer der schönsten Ausflüge. Erstmals wurde der Kameradschaftsabend unter ein Motto gestellt. Der „Bayern-Abend“ war ein toller Erfolg und so findet der Kameradschaftsabend neuerdings abwechselnd mit und ohne Motto statt.

3. Landesmusikfest in Brilon

Am 3. Mai 1997 erreichte die »Lyra« beim 3. Landesmusikfest NRW in Brilon beim Wertungsspiel in der Mittelstufe mit „sehr gutem Erfolg“ als bester Eifeler Musikverein ein hervorragendes Ergebnis.

In kameradschaftlicher Hinsicht waren die Hochzeiten von 4 aktiven Mitgliedern der Höhepunkt des Jahres 1997. Der Tradition nach wurde den Brautpaaren ein lebendes Tier geschenkt. Die 3 heute noch aktiven Ehrenmitglieder Emil Jansen, Felix Alzer und Josef Pauls wurden auf dem Kameradschaftsabend am 22.11.97 vom Volksmusikerbund für 50 Jahre aktives musizieren ausgezeichnet. Den 5. Vereinsausflug unternahm die »Lyra« vom 14. bis 16. August 1998 nach Rüdesheim am Rhein, bei dem im Burghof von Eltville ein begeisterndes Platzkonzert gegeben wurde.

 

Live im Radio in der WDR4-Matinee spielte die Lyra im Dezember 1998 auf dem Monschauer Weihnachtsmarkt auf. Trotz Schnee und Kälte hielten die über 40 Musiker tapfer durch und die Organisatoren des WDR waren mit uns äußerst zufrieden.

Nach dem 10. gemeinsamen Konzert von der »Lyra« mit dem Höfener Kirchenchor im Frühjahr 1998 präsentierte der Musikverein am 27. März 1999 erstmals ein alleiniges Konzert. Das Höfener Publikum war vom Programm der Lyra und des Gastvereins „Junger Chor St. Paul“ aus Aachen sehr begeistert. Um die Musikstücke einzuproben hatte man einige Wochen vor dem Konzert einen ganzen Probetag im Kloster Steinfeld eingelegt. Hierbei wurden die Feinheiten bestens einstudiert und nach dem gemeinsamen Abendessen wurde noch einige Stunden unter den Aktiven gefeiert. In den Jahren 98 und 99 vertiefte der Musikverein die Freundschaft zu einigen Musikvereinen in den Nachbargemeinden Gemünd und Schleiden sowie dem benachbarten Belgien. So spielte man beim Saubrennen in Wirtzfeld, ein Platzkonzert im Park in Bütgenbach, ein Kurkonzert in Gemünd und auf einem musikalischen Frühschoppen in Schöneseifen.


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